Am Montag, dem 19. Oktober, stand eine fordernde Einsatzübung zum Thema Menschenrettung nach einem Verkehrsunfall am Programm.
Die Übungsannahme: Ein Kleinbus war nach einer Kollision mit einem Baum seitlich in einer Böschung zum Liegen gekommen. Der Fahrer wurde durch den Aufprall im Brust- und Fußbereich schwer eingeklemmt. Zusätzlich wurde beim Eintreffen der Einsatzkräfte ein Entstehungsbrand im Bereich des Unterbodens festgestellt.
Mittels HD-Rohr konnte der Brand rasch gelöscht und mit der Vorbereitung der Menschenrettung begonnen werden. Nach der Stabilisierung des Fahrzeugs wurden der Brandschutz und die Bereitstellungsplane aufgebaut. Über die Frontscheibe wurde ein erster Zugang zum Verletzten geschaffen. Anschließend wurde mithilfe von Spreizer und Kettensatz das Lenkrad nach vorne gezogen, um den Fahrer zu befreien.
Aufgrund der starken Fahrzeugverformung und der massiven Einklemmung im Fußbereich gestaltete sich die Rettung schwierig und zeitaufwendig. Parallel dazu wurde ein zweiter Rettungsweg über die Laderaumseite vorbereitet. Durch eine Öffnung im Unterboden wurde zudem versucht, die Einklemmung von einer weiteren Seite zu lösen.
Nach der erfolgreichen Befreiung und Übergabe des Verletzten an den Rettungsdienst wurde das Fahrzeug wieder auf die Räder gestellt. Anschließend nutzten insbesondere unsere jüngeren Kameraden die Gelegenheit, den Umgang mit Schere und Spreizer weiter zu festigen.
Nach rund zwei Stunden konnten die Übung sowie die anschließenden Reinigungsarbeiten an Fahrzeugen und Ausrüstung abgeschlossen werden.